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Emscher Emscher

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Die Emscher ist ein Nebengewässer im Einzugsgebiet des Rheins und fließt durch das dichtbesiedelte Ruhrgebiet im Westen Deutschlands. Das Einzugsgebiet der Emscher hat eine Größe von 865 km². Ab Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Emscher-System aufgrund des fortschreitenden intensiven Steinkohlebergbaus und der damit einhergehenden Industrialisierung zu einem offenen Abwassersystem ausgebaut. Das Flussbett der Emscher wurde begradigt, tiefer gelegt und über weite Strecken des Flussverlaufs wurden Deiche errichtet, um die Städte vor Hochwasser zu schützen.

40% der Einzugsgebietsfläche muß heute künstlich entwässert werden („Polder“) infolge der bergbaubedingt abgesunkenen Erdoberfläche. Heutzutage zielt ein ganzheitliches Einzugsgebietsmanagement für die Emscher-Region darauf ab, die Emscher und ihrer Nebengewässer als ein städtisches Flusssystem zu revitalisieren.

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WARUM

Die Emschergenossenschaft hat im Zuge der Internationalen Bauausstellung Emscherpark – IBA – ab 1989 mit der Umgestaltung des gesamten Emschersystems begonnen. Dafür entstehen rund 400 km neue Abwasserkanäle und ca. 350 km vormals offene Abwasservorfluter werden zu natürlichen Gewässern umgebaut.

Voraussetzung zum „Funktionieren“ dieses Systemumbaus ist ein gesicherter Hochwasserschutz für das gesamte Einzugsgebiet. Hierzu wurden neben einer Vielzahl dezentraler Rückhaltemaßnahmen und Kooperationen zu Regenwasserrückhalt und –versickerung auf privaten, öffentlichen und gewerblichen Grünflächen auch große Rückhaltemaßnahmen an der Emscher geschaffen. Beispiele sind der Phoenix-See in Dortmund, das Hochwasserrückhaltebecken (HRB) in Dortmund/Castrop-Rauxel oder das HRB im Zoo Gelsenkirchen.

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Wie

  • Verbesserung des Hochwasserschutzes auf 40 km Länge unterhalb des Pilotprojekts bis zum Rhein.
  • Entwicklung von Maßnahmen zur Erhöhung des Sicherheitsstandards (> 200 jähriges Hochwasser) unter Berücksichtigung der Hochwasserrisiko-Management-Richtlinie
  • Austausch über Erfahrungen und Techniken zu Bau und Unterhaltung eines Rückhalteraumes mit möglichst geringem Wartungsaufwand und Betriebsrisiko ("robustes System")
  • Sensibilisierung der Öffentlichkeit zur Unterstützung der Ziele und Maßnahmen zum verbesserten Hochwasserschutz
  • Stärkung und Unterstützung der verantwortlichen Institutionen
  • Technische Planung kombiniert mit ökologischen und gestalterischen Projekten
  • Entwicklung von Planungsinstrumenten zur Sicherung und Entwicklung des verbesserten Hochwasserschutzes in der Region
  • Einbeziehung der Öffentlichkeit zur Sensibilisierung und Unterstützung bei den notwendigen Maßnahmen
  • Landschaftsgestaltung im Kontext mit technischen Maßnahmen

Entwicklung von Flussauen zusammen mit der Entwicklung von Retentionsmaßnahmen zur Aufnahme eines (über) 200-jährlichen Hochwassers auf landwirtschaftliche Nutzfläche und Waldparzellen im Randbereich zu Siedlungsflächen

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Emscher Genossenschaft