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Das Flusseinzugsgebiet des Eden liegt in Nordwest-England und ist ca. 2300 km² groß. Die geologischen Bedingungen (Wechsel zwischen Kalkstein- und Sandsteinlagen) unterstützen den Arten- und Habitatreichtum der Region. Der Eden ist mit seinen Nebengewässern eine Special Area of Conservation (SAC), beispielsweise für den atlantischen Lachs und den Dohlenkrebs. Außerdem ist das Eden-Eizugsgebiet eine wichtige Wasserressource der Anwohner, der ansässigen Industrie, der landwirtschaftlichen Produktion (90% des Einzugsgebiets sind landwirtschaftliche Nutzfläche) und des Tourismus. Der Tourismus ist die zweitwichtigste Einnahmequelle der Region und trägt somit zum Erhalt der landschaftlichen Schönheit bei. 

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Warum

Vorhersagen des zukünftigen Klimas deuten sowohl auf einen Anstieg der Hochwasserfrequenz als auch auf Trockenperioden mit extremen Niedrigwasserständen hin. 2005 kam es im Stadtgebiet von Carlisle zu heftigen Hochwässern, die einen Schaden von ca. 150-200 Millionen £ verursachten. Dagegen sorgen Niedrigwasserstände für Probleme wie erhöhte Sedimentation, gesteigerter Sauerstoffentzug, geringes Verdünnungspotential bei Verschmutzungen und höhere Wassertemperaturen. Die Verbindung zwischen einer Änderung der Landnutzung und den sowohl hohen als auch niedrigen Wasserständen wird regelmäßig von Interessengruppen als ein möglicher Lösungsansatz genannt. Jedoch fehlen bislang Beweise und Demonstrationsmöglichkeiten. Der Eden als Natura 2000 Gebiet braucht innovative Lösungen zur erhöhten Wasserretention und gesteigerten Abflussleistung.

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Wie

  • Das übergeordnete Projektziel ist die Einführung von Planung und Landnutzungswandel auf der Einzugsgebietsebene, um die Wasserstände des Eden (sowohl Hoch- als Niedrigwasser) ökologisch und nachhaltig zu steuern.
  • Nachhaltiger Landnutzungswandel bedeutet, dass die Lösungen sich selbst verwalten und keiner weiteren Investitionen und Interventionen bedürfen, ganz im Gegensatz zu einschneidenden Ingenieur-Lösungen, die typischerweise eine Langzeitbetreuung erfordern.
  • Innovative Modelle werden entwickelt und auf das Flusssystem des Eden angewendet, um die Auswirkungen von sowohl Hoch- als auch Niedrigwasserstände auf den Landnutzungswandel zu erforschen.
  • Auf der Basis der Ergebnisse dieser Modelle wird ein koordinierter ‚catchment stakeholder‘ - Ansatzoptionen für einen Landnutzungswandel bieten, der die Wasserstände steuert und gleichzeitig alle wichtigen Funktionen erhält und ausbalanciert.
  • Begleitend wird der einheimischen Gesellschaft  Wissenstransfer, Umwelterziehung, Kompetenztraining und Bewusstseinsbildung angeboten. Weil die Durchführung des Landnutzungswandels im Oberlauf auf privatem landwirtschaftlichem Gebiet stattfindet, wird es entscheidend sein, dass eine Solidarität zwischen Ober- und Unterlaufanrainern entsteht und dass effektive Kompensationsmaßnahmen entwickelt werden.
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project by ALFA partner(s):


Eden River Trust